Das Arztgespräch

Arzt Und Therapie

Eine wichtige Voraussetzung für Diagnose und Behandlung der Erkrankung ist ein gutes Patienten-Arzt-Verhältnis. Patient und Arzt gehen in diesem Lebensabschnitt ein Stück gemeinsamen Weges.
Wichtig ist hierfür, dass „die Chemie stimmt“.

Mit dem Arzt reden, ihn alles fragen, was neu, fremd und auch unklar sein mag, stellt ein Vertrauensverhältnis her. Wenn die Kommunikation stimmt, kann der Arzt/die Ärztin mit der Zeit nicht nur „Gesundheitsberater“, sondern auch Vertrauter werden.
Für den Fall, dass die „Chemie“ nicht stimmen sollte, besteht die Möglichkeit, einen anderen Spezialisten des Fachs aufzusuchen.

Arzt und Patient

Gesprächsvorbereitung für den Patienten:

Die vorgesehenen Behandlungsschritte und eventuell vorhandene therapeutische Möglichkeiten sollte man sich von einem Arzt verständlich erläutern lassen. Im Falle von Verständnisschwierigkeiten ist Nachfragen wichtig. In jedem Einzelfall müssen alle an der Behandlung beteiligten Ärzte mit dem Patienten gemeinsam die individuell beste Behandlungsstrategie festsetzen.

Eine Untersuchung hat ergeben, dass das durchschnittliche Arzt-Patienten-Gespräch nur wenige Minuten dauert. Um diese Zeit optimal zu nutzen, ist es gut, sich schon zu Hause auf dieses Gespräch vorzubereiten: Sich im Vorfeld Fragen zu notieren ist genauso wichtig wie während des Gesprächs mit dem Arzt nachzufragen.

Je besser die Gesprächsvorbereitung ist, desto leichter wird es.

  • für den Arzt, Patientenfragen zu beantworten, eine Diagnose zu vervollständigen, und eventuell notwendige Folgeuntersuchungen und die Behandlung der Beschwerden einzuleiten.
  • für den Patienten, wichtige Fragen zu stellen und an den Entscheidungen, die die Behandlung betreffen, aktiv teil zu nehmen.
  • Nehmen Sie, wenn möglich, eine Person Ihres Vertrauens zum Gespräch mit dem Arzt mit – vier Ohren hören besser als zwei!
  • Gibt es etwas, das Sie beim Ihrem letzten Gespräch mit dem Arzt nicht verstanden haben? Fragen Sie ihn einfach noch einmal!
  • Gibt es Unklarheiten in Ihrem Befund (z.B. unverständliche Formulierungen, Fremdwörter)? Wenn ja, befragen Sie Ihren Arzt dazu.
  • Bitten Sie Ihren Arzt auch, ev. eine Skizze zu machen, um Ihnen z.B. die Lage des Tumors oder die gewählte Vorgehensweise bei der Operation besser erklären zu können.

Es geht um die Gesundheit.

Meinung des Arztes
Univ. Prof. Dr. Gabriela Kornek

Ärztliche Direktorin des AKH Wien.
Foto: CCC/Fotografie Sabine Gruber

Es gibt für alle Tumorerkrankungen im AKH ein Tumorboard. Für Darmkrebs und Erkrankungen der Leber und Gallenwege findet dieses Tumorboard regelmäßig einmal pro Woche statt. Es nehmen daran alle Spezialisten für diese Erkrankung, d.h. Chirurgen, Strahlentherapeuten, Onkologen und Radiologen teil. Die Patienten werden in der Regel am Tag danach über die Empfehlungen der Spezialisten informiert.