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Untersuchungen
Darmspiegelung
Die Darmspiegelung (Koloskopie) wird allen Personen nach entsprechender Aufklärung und Überweisung an einen Facharzt spätestens ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig alle 5 Jahre angeboten.
Im Fall von unklaren Beschwerden kann der Hausarzt den Patienten direkt und altersunabhängig jederzeit zu einer Darmspiegelung überweisen.
Während der Darmspiegelung wird vom After her ein Endoskop (weiches, biegsames Rohr) in den Darm eingeführt, mit dem die Darmschleimhaut auf Unregelmäßigkeiten hin untersucht wird. Dank der Lichtquelle des Endoskops kann die Darmschleimhaut ausgeleuchtet und mit Lupenvergrößerung betrachtet werden. Während der gleichen Untersuchung kann auch verdächtiges Gewebe entnommen werden (Biopsie). Dieses wird anschließend durch den zuständigen Experten (Histologe, Pathologe) im Mikroskop beurteilt.
Darüberhinaus können auch während der Darmspiegelung Krebsvorstufen (Darmpolypen) abgetragen werden. Es können Darmpolypen – und damit mögliche Vorläufer eines Dickdarmkrebses - identifiziert und sofort ohne großen Aufwand entfernt werden. Somit kann möglicherweise Krebs rechtzeitig erkannt werden, bevor er sich ausbreitet und lebensbedrohlich wird.
In den Köpfen der meisten Menschen ruft die Darmspiegelung unangenehme Vorstellungen hervor. Tatsächlich treten jedoch Nebenwirkungen, wie Bauchschmerzen, Übelkeit oder das Durchstoßen (Perforation) der Darmschleimhaut sehr selten auf; natürlich können diese nicht ganz ausgeschlossen werden.
Die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) hat das Qualitätszertifikat „Sanfte Koloskopie“ für Darmkrebsvorsorge ins Leben gerufen.
Ärzte, die sich bereit erklären, die Qualitätskriterien der ÖGGH einzuhalten, erhalten ein Zertifikat. Die ÖGGH führt eine Liste aller zertifizierten Ordinationen und Einrichtungen, diese finden Sie im Internet unter:
www.oeggh.at - Projekt Qualitätssicherung Vorsorge-Koloskopie
Wird eine Darmspiegelung nach den Merkmalen der „Sanften Koloskopie“ durchgeführt, erhält der Patient unter anderem vor der Untersuchung ein sedierendes Medikament. Dadurch verspürt er während der Untersuchung keine Schmerzen und kann sich danach in einer vorgesehenen Ruhe- bzw. Überwachungszone erholen.
Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
Die Sonographie macht innere Organe sichtbar. Sie zählt mittlerweile zu den bewährtesten Untersuchungsmethoden der modernen Medizin, weil sie schonend und zuverlässig ist.
Durch die Ultraschalldiagnostik können räumliche Veränderungen von Organen sichtbar gemacht werden. Auch Tumore, Tochtergeschwülste des Tumors (Metastasen), sowie Lymphknotenvergrößerungen (die z.B. durch Einwanderung von Krebszellen oder aufgrund einer Entzündung vergrößert sind) werden diagnostizierbar.
Röntgen
Die Untersuchung mittels Röntgen (Irrigoskopie) ergibt sich heutzutage nur, wenn eine Dickdarmspiegelung (z.B. wegen Verwachsungen im Darm) nicht möglich ist. Hierbei wird der Darm mit einem Kontrastmittel gefüllt (Kolonkontrast-Einlauf). Kontrastmittel sind Substanzen, die von Röntgenstrahlen nicht so gut durchdrungen werden wie die menschlichen Organe. Daher können z.B. mit Kontrastmittel gefüllte Räume oder Wandunregelmäßigkeiten der Darmschleimhaut sichtbar gemacht werden.
Computertomographie
Mittels Computertomographie (CT) können die Ausdehnung eines Tumors und seine Beziehung zu den Organen in der Nachbarschaft dargestellt werden. Dieses Verfahren gibt vor allem dem Chirurgen vor einer möglichen Operation Hinweise über den Umfang und die räumliche Lage des Tumorgewebes. Ebenso können Lymphknotenvergrößerungen und Metastasen ausgemacht werden, sowie andere Darmbeteiligungen.
Virtuelle Koloskopie
Hier wird der Dickdarm mit Hilfe der Computertomographie dargestellt. Diese Methode ist sehr patientenfreundlich. Nachteil dieser Methode ist jedoch, dass während der Untersuchung weder Gewebsproben noch Polypen entnommen werden können. Außerdem wird sie von der Krankenkasse nur in seltenen Fällen rückerstattet.
Laboruntersuchung
Laboruntersuchungen (Blutentnahme aus einer Vene mit anschließenden Bluttests) können einerseits Aufschluss über das Allgemeinbefinden des Patienten geben, liefern aber durch Tests auf spezielle Tumormarker auch wertvolle Hinweise auf das Vorliegen einer Darmkrebserkrankung.
Da diese Tumormarker bei vielen Patienten individuelle Normalwerte aufweisen und auch bei Gesunden erhöht sein können, sind sie kein zwingender Hinweis auf einen Tumor. Nichtsdestotrotz eignen sie sich gut für die Kontrolle des Krankheitsverlaufes bzw. zur Krebsnachsorge.
