Soziales

Die Diagnose trifft nicht nur Körper und Geist - Selbstbehalte, Therapien, Pflegeprodukte, Nahrungsumstelltung, etc. führen zu erheblichen finanziellen Belastungen.

Hier bieten diverse staatliche Einrichtungen bzw. Vereine Unterstützung an:

  • Gebietskrankenkassen: der Unterstützungsfond der Gebietskrankenkassen bietet unter Bedachtnahme der Familien-, Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Antragstellers Unterstützungen zu Heilbehelfen und Hilfsmitteln, etc. Unter besonderen Umständen kann auch eine Befreiung von der Entrichtung der Rezeptgebühren gewährt werden. Die jeweiligen Formulare  und spezifischen Informationen sind unter der Homepage der jeweiligen Gebietskrankenkassen zu finden www.sozialversicherung.at

  • Pensionsversicherung: seitens der Pensionsversicherungsanstalt kann unter Umständen ein Antrag auf Berufsunfähigkeits- bzw. Invaliditätspension gestellt werden. Das Formular ist im Internet unter folgendem Link abrufbar:http://www.pensionsversicherung.at
  • Sozialministeriumservice: hier können Informationen zu Pflegegeld, Familienhospizkarenz, etc. eingeholt werden bzw. die jeweiligen Anträge online gestellt werden. Patienten mit Stoma haben Anspruch auf einen Behindertenpass – dieser bringt  u.a. Erleichterungen im Straßenverkehr (Parken), verbilligte Eintritte zu manchen Veranstaltungen, etc. http://sozialministerium.at
  • Krebshilfe: bietet einerseits Beratung zu sozialen Themen an, verfügt in bestimmten Situationen auch über die Möglichkeit zur Gewährung einer finanziellen Unterstützung, telefonische Auskunft wird unter der Nummer 01 7966450 erteilt

  • Eigene Versicherungen: Mitgliedschaft bei Interessensverbänden oder diversen Vereinen, sowie Zusatzversicherungen ermöglichen zusätzliche finanzielle Unterstützung.

Es ist keine Schande, bei den verschiedenen Institutionen nach finanzieller Unterstützung zu fragen – immerhin bedeutet die Krebserkrankung eines Familienmitglieds mitunter nicht nur den Ausfall eines Einkommens, sondern ist mit hohen finanziellen Aufwendungen verbunden.

 

 

Rechtliches

Der Patient hat das Recht, sich umfassend über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und deren Vor- und Nachteile zu informieren, beziehungsweise darüber informiert zu werden.

Wurde die Diagnose Darmkrebs festgestellt, so wird der behandelnde Arzt ausführlich mit dem Patient über den Befund und die Prognose der Erkrankung sprechen. In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig, sich über die Rechte als Patient bewusst zu werden.

Der informierte und aufgeklärte Patient, der versteht, was mit ihm geschieht, kann zum Partner des Arztes werden und aktiv an seiner Genesung mitarbeiten. So verbessert sich auch die Lebensqualität deutlich.

Der Arzt ist verpflichtet, den/die Patient/in über sämtliche Risiken der Medikamente, die verschrieben werden, zu informieren (z.B. Gefahr von Allergien, Langzeitschäden, Wechselwirkungen, Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit). Außerdem muss er den/die Patienten/in auch über Einnahmemodalitäten aufklären, d.h. wann und wie viele der verordneten Medikamente einzunehmen sind.

Vor einer Operation kann es hilfreich sein, eine Zweitmeinung einzuholen, besonders wenn der Eindruck besteht, dass nicht alle Fragen ausreichend beantwortet wurden.

Bei Fragen zum Thema Patientenrecht gibt der Patientenanwalt eines jeden Bundeslandes Auskunft. Die Kontaktadressen liegen im jeweiligen Behandlungszentrum auf oder können im Internet auf dem österreichischen Gesundheitsportal abgerufen werden: www.gesund.co.at

Des Weiteren gibt es bei arbeits- und sozialrechtlichen Fragen die kostenlose Beratung der Österreichischen Krebshilfe bzw. der Österreichischen Arbeiterkammer:
www.krebshilfe.net
www.arbeiterkammer.at
und anderer Institutionen, wie z.B.: die Selbsthilfegruppe Darmkrebs, der Fonds Soziales Wien, oder das Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz:
www.derdickdarm.org
www.fsw.at
www.bmsk.gv.at

Benötigt man den Rechtsbeistand eines Rechtsanwaltes, so kann man unter nachstehendem Link auf ein Verzeichnis zurückgreifen, in dem alle bei der österreichischen Rechtsanwaltskammer eingetragenen Rechtsanwälte aufgelistet sind; unter Angabe der Tätigkeitsgebiete (z.B. Ärztehaftpflicht und Patientenrecht) kann man den spezialisierten Anwalt in Wohnnähe finden.
www.rechtsanwaelte.at

Die Broschüre „Krebs und Beruf“ der Wiener Krebshilfe gibt Antworten auf viele arbeitsrechtliche Fragen. Sie kann im Internet unter folgendem Link angefordert bzw. heruntergeladen werden: www.krebshilfe-wien.at




 


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