Erste Warnzeichen für Darmkrebs

Die anfänglichen Hinweise auf eine Erkrankung sind nicht sehr auffällig – sie können auch bei völlig gesunden Menschen auftreten. In jedem Fall sollten sie aber beobachtet und als Warnsignale interpretiert werden. Die Beschwerden können unterschiedlich stark sein. In einem Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin sollte unbedingt Klarheit darüber gewonnen werden, ob eine anschließende Darmuntersuchung notwendig ist.

Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser ist die Chance auf Heilung.

Darmkrebs wächst zumeist sehr langsam und verursacht dadurch erst in einem späteren Stadium Beschwerden.
Für den Patienten kann es schwierig sein, diese Symptome von anderen, harmlosen Beschwerden zu unterscheiden.
Dennoch ist es sehr wichtig, sich diese Symptome einzugestehen und einen Arzt aufzusuchen.

Erste Warnzeichen können sein:

  • Blähungen
  • Völlegefühl
  • Appetitlosigkeit

Aufgrund der Harmlosigkeit dieser Symptome kann nur der Arzt durch Kontrolluntersuchungen die richtige Diagnose stellen. Kommt es zu stärkeren Symptomen, ist die Erkrankung vielleicht schon fortgeschritten und eine Heilung dadurch erschwert:

  • Blut im Stuhl
  • krampfartige Bauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Ausbleiben von Stuhl bei Stuhldrang
  • Durchfälle

Werden die Warnzeichen jedoch rechtzeitig, das heißt früh, beachtet, kann heute ein Großteil der auftretenden Darmkrebs-Fälle erkannt und geheilt werden.

Meinung des Arztes
Univ. Prof. Dr. Gabriela Kornek

Ärztliche Direktorin des AKH Wien.
Foto: CCC/Fotografie Sabine Gruber

Nein. Hämorrhoiden sind kein Anzeichen für Darmkrebs, sondern können nur zufällig nebeneinander auftreten.

Hier ist nicht eine genaue Angabe entscheidend, sondern die Tatsache, dass Sie immer wieder wechselnd Durchfall oder Verstopfung haben, sollte abgeklärt werden. D.h. wenn Sie 1x pro Woche unklaren Durchfall haben, gefolgt von einigen Tagen Verstopfung, sollten Sie dem nachgehen.

Verstopfung ist häufig die Folge von falscher Ernährung, zu wenig Flüssigkeitszufuhr und Bewegungsmangel, die das Entstehen von Darmkrebs begünstigen können. Verstopfung selbst führt in der Regel nicht zu Darmkrebs.

Meinung des Arztes
Univ. Prof. Dr. Thomas Bauernhofer

Klinische Abteilung für Onkologie

Universitätsklinik für Innere Medizin

Medizinische Universität Graz

Darmkrebs ist oft lange symptomarm. Blutauflagerungen auf dem Stuhlgang, durch den Blutverlust bedingte Anämie, Bleistiftstühle bei tiefsitzenden Tumoren, Wechsel von Verstopfung und Durchfall, im Extremfall Darmverschluss.