Was ist Darmkrebs?

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in der westlichen Welt. Wenn nicht rechtzeitig erkannt, endet sie meistens tödlich.
In Österreich werden jährlich ca. 5000 Neuerkrankungen diagnostiziert. Die Hälfte davon kann nicht geheilt werden. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Erkrankung in den meisten Fällen erst in einem sehr späten Stadium entdeckt wird.

Konsequente Vorsorge könnte die Zahl der Todesfälle drastisch reduzieren. Ein früh erkannter Darmkrebs hat die beste Chance geheilt zu werden.

Der menschliche Darm gliedert sich in zwei große Abschnitte: den Dünndarm und den Dickdarm.

 

Ansicht Dünn-und Dickdarm

Der Dickdarm ist 1,5 bis 1,8 m lang und sein längerer Abschnitt (Grimmdarm) ist wie ein umgekehrtes „U“ im Bauchraum gelagert.
In der medizinischen Fachsprache heißt dieser Teil Kolon.
Die letzten 15 bis 20 cm des Dickdarms sind besonders abgegrenzt, man nennt diesen Abschnitt Mastdarm (Rektum). Spricht man von Darmkrebs, so ist damit fast immer ein Kolon- oder Rektumkarzinom gemeint. Der Krebs geht dabei meist von der Schleimhaut aus, die den Darm auf der Innenseite auskleidet.
Krebserkrankungen des Dünndarms kommen sehr selten vor.

Rund 90 % der Darmkrebserkrankungen entstehen aus gutartigen Schleimhautwucherungen, so genannten Polypen oder Adenomen. Darmkrebs entsteht meistens langsam – die Veränderung vom Darmpolyp zum Krebs (Karzinom) kann rund 10 Jahre dauern.

Das erklärt, warum gerade bei Darmkrebs eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung so wichtig ist: Der Tumor oder seine Vorstufen können rechtzeitig erkannt und entfernt werden. Das verhindert das Entstehen von Sekundärtumoren (Metastasen) und verbessert dadurch die Heilungschancen.

Referenz: https://www.krebsinformationsdienst.de abgerufen am 21.09.2017

Meinung des Arztes
Univ. Prof. Dr. Gabriela Kornek

Ärztliche Direktorin des AKH Wien.
(Foto: CCC/Fotografie Sabine Gruber)

Nein. Derzeit gibt es keine Impfung und es wird zur Zeit auch keine Impfung gegen Darmkrebs in Studien getestet.

Meinung des Arztes
Univ. Prof. Dr. Thomas Bauernhofer

Klinische Abteilung für Onkologie

Universitätsklinik für Innere Medizin

Medizinische Universität Graz

Tumormarker sind Eiweißstoffe, die vom Tumor vermehrt ins Blut abgegeben werden können. Bei Dickdarmkarzinom werden CEA (Carzinoembryonales Antigen) und CA 19-9 im Serum bestimmt. Leider handelt es sich bei diesen Eiweißstoffen um gewebstypische Marker, die auch bei anderen Erkrankungen erhöht sein können. Auch sind sie im lokalisierten Stadium oft nicht nachweisbar und eignen sich nicht zur Screening-Untersuchung. Im metastasierten Stadium können sie zur Verlaufskontrolle eingesetzt werden – können allerdings Kontrolluntersuchungen mit bildgebenden Verfahren nicht ersetzen.